Wir alle sind Wiesbaden! Die Stadt Wiesbaden braucht ein funktionierendes Sozialsystem! Das sichern die Träger der Sozialen Arbeit.

Krisen­feste Haushalts­führung! Wir fordern eine verän­derte Haushalts­planung. Die Vielfallt der sozialen Landschaft darf nicht abhängig von der jewei­ligen Steuer­schätzung sein. Ca. 80% des Sozial­haus­haltes sind gesetzlich vorge­schriebene Leistungen. Die sogenannten freiwil­ligen Leistungen sind kein extra „Luxus“, sondern dringend erfor­der­liche Maßnahmen zum Erhalt der sozialen Struktur unserer Stadtgesellschaft.

Finger weg von Sozialetat

Familien entlasten – nicht belasten! Die angekün­digten Kürzungen im Bereich der Kinder­be­treuung (Erhöhung der KiTa-Beiträ­ge/­Nach­mit­tags­be­treuung an Schulen), die Schließung von Jugend­zentren, Kürzung der Stellen bei Kinder-Eltern-Zentren, tre en alle Eltern, Kinder und Jugendliche.

Pande­mie­folgen bekämpfen – nicht festigen! Der Bestand der derzei­tigen Regel­an­gebote ist die beste Bewäl­tigung der Pande­mie­folgen gerade bei Kindern, Jugend­lichen und alten Menschen. Sie brauchen stabile und verläss­liche Struk­turen und eine Stadt­ge­sell­schaft, die sich ihnen fürsorglich zuwendet.

Wir werden alle alt! Wir leben in einer älter werdenden Gesell­schaft. Die Zahl der Senior:innen und Angehö­rigen wird in den kommenden Jahren weiter steigen. Wir werden absehbar mehr nieder­schwellige Angebote für ältere Menschen benötigen – nicht weniger! Es ist eine gesell­schaft­liche Aufgabe, Isolation und Einsamkeit entgegenzuwirken.

Fachkräfte halten! Die jetzt angekün­digten Kürzungen im Sozial­be­reich haben bei Mitar­bei­tenden bereits für große Verun­si­cherung gesorgt. In einem offenen Arbeits­markt orien­tieren sich Mitar­bei­tende schnell um und suchen sich neue Arbeits­plätze, die ihnen mehr Sicherheit bieten. Offene Stellen können bereits jetzt nicht adäquat besetzt werden. Vorhandene Quali­täts­stan­dards gehen verloren.

Struk­turen und Netzwerke Sozialer Arbeit erhalten! In Wiesbaden wurde in den vergan­genen Jahren die Grundlage für die heraus­ra­genden (Präven­tions-) Leistungen für die Menschen in Wiesbaden in der sozialen Arbeit und im Integrations‑, Kultur- und Gesund­heits­be­reich gescha en. Für alle Träger sind kurzfristige massive Kürzungen plane­risch und wirtschaftlich nicht abzubilden. Insbe­sondere freie Träger sehen sich einem immensen betriebs­wirt­schaft­lichen Risiko ausge­setzt. Die Schließung von Einrich­tungen und einzelnen Bereichen steht daher zu befürchten.

Kürzungen rechnen sich nicht! Kürzungen im Sozial­be­reich produ­zieren sehr hohe Folge­kosten! Die Folgen gerade für sozial­be­n­ach­tei­ligte Bevöl­ke­rungs­gruppen sind gravierend. Dem Wiesba­dener Prinzip „Ungleiches mit Ungleichem behandeln“ wird mit den geplanten Kürzungen komplett wider­sprochen. Die Auswir­kungen auf unsere Gesamt­ge­sell­schaft von Morgen sind weitreichend.

Förder­mittel nicht verschenken! Landes- und Bundes­mittel sind oftmals an Gegenfi nanzie­rungen seitens der Kommune oder des Trägers geknüpft. Der Wegfall von Angeboten wird damit nochmals poten­ziert. Da viele Träger hier in Wiesbaden lokal tätig sind, ist ihre Abhän­gigkeit im Verhältnis zur Stadt Wiesbaden besonders hoch.

Antide­mo­kra­tische Tendenzen verhindern! Unsere Aufgabe besteht darin das Gemein­wesen zu stärken, demokra­tische Struk­turen zu fördern, die Folgen von Armut zu lindern und abzubauen, Integration und Chancen­gleichheit zu erhöhen und Perspek­tiven für ein gelin­gendes Mitein­ander in der Stadt­ge­sell­schaft aufzuzeigen.

Donnerstag, 26.9., 14h Protestlauf mit Start Mauritiusplatz, danach Luisenplatz und Rathaus